Durch die Kunst Andy Warhols wurden viele Stars unsterblich. Für seine bekannten Porträts von Persönlichkeiten wie Marilyn Monroe, Elvis Presley oder Mao nutzte er häufig bereits vorhandene Bilder aus Presse und Werbung. Diese Bildvorlagen verwandelte er in Kunstwerke mit außergewöhnlich starker ikonischer Wirkung. Gleichzeitig fanden seine Werke wiederum ihren Weg zurück in genau jene Medienwelt, aus der ihre ursprünglichen Bilder stammten, und werden bis heute in unterschiedlichsten Zusammenhängen immer wieder reproduziert.
Die Ausstellung zeigt anhand bedeutender Werke aus der Sammlung Marx beispielhaft, wie die zeitlose Wirkung von Warhols Kunst aus einer besonderen Verbindung von Konstruktion und Dekonstruktion entsteht. Warhol idealisiert die Bilder der Stars, präsentiert sowohl einzelne Motive als auch serielle Wiederholungen desselben Bildes. Auf diese Weise entstehen Werke mit Kultstatus, die sowohl die Aura des Einzigartigen als auch die Wirkung serieller Produktion vermitteln. Neben der Verklärung der Pop-Ikonen verstärkt Warhol ihre Präsenz durch Vervielfältigung – ganz nach dem Prinzip eines erfolgreichen Markenprodukts. Dabei macht er auch vor seiner eigenen Person nicht halt: Die Marke Andy Warhol wird selbst Teil dieser Bildproduktion. Durch die Darstellung populärer Stars wird auch der Künstler selbst zur gefeierten Figur und zum Symbol einer von ihm geschaffenen, massenwirksamen und glamourösen Bildkultur.
Celebrities.
Andy Warhol und die Stars
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart, Berlin
02.10.2008 - 11.01.2009
Kuratoren
Anette Hüsch,
Joachim Jäger
Szenografie
chezweitz & roseapple,
Detlef Weitz und Rose Epple mit Holger Jansen, Susanne Stetzer