chezweitz museale und urbane Szenografie

Die Deutsche Kinemathek
im E–Werk

Die Deutsche Kinemathek
im E–Werk

Eröffnung am neuen Standort im historischen E-Werk

Stiftung Deutsche Kinemathek
Seit dem 23. Januar 2026

Mit dem Einzug der Deutschen Kine­math­ek in das leg­endäre E‑Werk in der Mauer­straße erhält Berlin-Mitte einen neuen, kraftvollen Ort für inter­na­tionale Kinoen­thu­si­as­ten. 
Kein klas­sis­ches Muse­um, son­dern ein lebendi­ges Labor des Films. Ein Ort, der zum Ein­tauchen ein­lädt, zum Wiederkom­men ver­führt und sich stetig wan­delt. Auf dem Weg zu einem neuen Filmhaus der Deutschen Kine­math­ek set­zt das Pro­jekt ein starkes Zeichen: für die Zukun­ft des Filmerbes – und für das Kino als gemein­schaftlich­es Erleb­nis im Raum. Die Szenografie von chezweitz macht in Zukun­ft Film erleb­bar – als Raum, als Bewe­gung, als kollek­tive Erinnerung.

Das ehe­ma­lige Umspan­nwerk wird zum spek­takulären Möglichkeit­sraum: Die mon­u­men­tale Halle, die als offenes For­mat gedacht ist und die vielfälti­gen Auf­gaben der Kine­math­ek in sich vere­int, überblendet und verknüpft die Samm­lung­spräsen­ta­tion, das Stu­dioki­no und die Ver­mit­tlung von Filmgeschichte. Von der Präsen­ta­tion über die Wis­senschaft bis zum Ver­mit­tlung­sort, Eventspace und Fes­ti­valki­no (Berli­nale) ver­schmelzen alle Funk­tio­nen zu einem lebendi­gen Hybrid. Nach der vielfach aus­geze­ich­neten Dauer­ausstel­lung von Hans Dieter Schaal im Sony Cen­ter am Pots­damer Platz fol­gt nun mit der Szenografie von chezweitz ein radikaler Per­spek­tivwech­sel – vom dif­feren­zierten Par­cours zum großen, atmenden Raum.

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Still Lo DK Screentime Stills Nancy Jesse 30
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Der rohe, ein­drucksvolle Hal­len­raum mit seinen Spuren indus­trieller Arbeit wird nicht über­formt, son­dern weit­ergeschrieben. Die Szenografie reagiert dif­feren­ziert auf das Vorhan­dene, verdeckt nichts, akzen­tu­iert neu. Semi­trans­par­ente tex­tile Architek­turen struk­turi­eren den Raum, ohne ihn zu schließen. Sie schaf­fen eine durch­läs­sige Hülle, auf der groß­for­matige Film­se­quen­zen erscheinen – schwebend, frag­men­tarisch, fast immateriell.

Licht wird zum zen­tralen Erzäh­lele­ment. Durch Wech­sel von Hel­ligkeit und Pro­jek­tion entste­ht ein Spiel aus Film und Objekt, aus Sicht­barkeit und Imag­i­na­tion. Film, Objekt und Raum ver­schränken sich, Fen­ster, Gale­rien und tech­nis­che Relik­te treten in einen neuen Dia­log mit den Insze­nierun­gen. Das Bau­denkmal und seine Medi­al­isierung verbinden sich zu ein­er eigen­ständi­gen Erzäh­lung – einem sinnlichen Aus­tausch zwis­chen Ort und Publikum.

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Bilderwelle DK Screentime Stills Nancy Jesse 29
Asta DK Ausstellungsstills Nancy Jesse 8
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An der Stirn­seite der Halle formiert sich ein präg­nan­ter Samm­lungsauftritt: aus­gewählte Schlüs­selob­jek­te ste­hen stel­lvertre­tend für den Reich­tum der Bestände und mit der Überblendung durch Pro­jek­tio­nen entste­ht ein vir­tu­os­es Spiel zwis­chen Konkret und Abstrakt. In der Sock­el­zone öff­nen sich weit­ere Samm­lungsebe­nen, die auch empfind­liche, sel­ten gezeigte Exponate erfahrbar machen.

Ein medi­aler Film­streifen zieht sich als leuch­t­en­des Band durch den Raum, span­nt sich zwis­chen die mas­siv­en Beton­türme der Aufzugsar­chitek­tur und insze­niert die beein­druck­ende Höhe der Halle. Mod­u­lare Sit­z­land­schaften bieten unter­schiedliche Rezep­tion­s­mo­di an – konzen­tri­ertes Schauen, visuelles Schweifen oder auch spon­ta­nen Bleiben.

Die notwendi­ge Ori­en­tierung geben raumho­he Typografien und groß­for­matige, far­bige Grafiken. Sie reagieren auf das wech­sel­nde Film­licht, struk­turi­eren die Halle und führen – unter­stützt durch gewebte Met­al­lvorhänge – klar und intu­itiv zu den zen­tralen Bere­ichen der Kine­math­ek. Ein bewusst einge­set­zter Colour­code für das näch­ste Leben der im Re-Use vorhan­de­nen Ele­mente ver­lei­ht der Gestal­tung eine selb­st­be­wusste Läs­sigkeit und große atmo­sphärische Dichte.

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Szenografie
chezweitz GmbH, museale und urbane Szenografie, Berlin
Dr. Sonja Beeck, Detlef Daiber-Weitz mit
Jan Stauf, Sara Omassi, Carlotta Markötter, Ludger Jansen
Künstlerische Direktion (SDK)
Heleen Gerritsen
Verwaltungsdirektor SDK
Florian Bolenius
Projektteam SDK
Kristina Jaspers, Andrea Rieder, Heike Straebelow, Vera Thomas
Medienkonzept und Medienplanung
chezweitz GmbH + Eidotech GmbH
Lichtplanung
ENVUE Homburg GmbH, Berlin
Medientechnik
audioone GmbH, Berlin
Ausstellungsbau
Weisse GmbH & Co. KG, Eberswalde,
Anna Fiehn, Berlin
Grafikproduktion
reproplan, Berlin
Textilarchitektur
Gerriets GmbH, Umkirch
Textilveredelung
Mona Kuschel mit Team I couturereal, Berlin
Sitzlandschaft
PolsterHans, Berlin
Sonderkonstruktionen
Harald Müller - Metall Sonderfertigung GmbH, Ludwigsfelde
Fotos
Nancy Jesse / Deutsche Kinemathek