chezweitz museale und urbane Szenografie

P.P.P.
Pier Paolo Pasolini und der Tod

P.P.P.
Pier Paolo Pasolini und der Tod

Pinakothek der Moderne, München
17.11.2005-05.02.2006

In der Ret­ro­spek­tive P.P.P. — Pier Pao­lo Pasoli­ni und der Tod“ wurde Pasoli­ni als exponierte, umstrit­tene Per­sön­lichkeit, als schreiben­der, zeich­nen­der, mal­en­der und fil­mender Kün­stler präsen­tiert. Die Ausstel­lung will Ein­blicke in die Vielzahl der unter­schiedlichen Rollen, die Pasoli­ni spielte, geben und zugle­ich einen umfassenden Überblick über Qual­ität und Eige­nart sein­er kün­st­lerischen und poli­tis­chen Aus­drucks­for­men ver­mit­teln. Um Œuvre und Leben Pasoli­n­is gle­icher­maßen und in ihrer Diver­sität gerecht zu wer­den, wur­den in der Gestal­tung der Ausstel­lung ver­schiedene medi­ale Kanäle genutzt. Der Entwurf für die Ausstel­lungsräume gliederte sie in die drei Bere­iche Straße“, Kino“ und Ate­lier“, welche im Gegen­satz zu dem tra­di­tionellen Begriff­s­paar Leben“ und Werk“ eine kom­plexere Pro­gram­mierung mit vielfachen Ver­net­zun­gen und Ver­weisen zuließen. 

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Pasoli­n­is Ini­tialen prä­gen das Gesamter­schei­n­ungs­bild der Ausstel­lung und des zuge­höri­gen, eben­falls von chezweitz gestal­teten Kat­a­log­buch­es. P.P.P.“ wurde als Logo ent­wor­fen, welch­es die graphis­chen Gestal­tun­gen der Yel­low Press evoziert. Es ver­weist auf die öffentliche Per­son, die im Zusam­men­hang mit Skan­dalen und Prozessen in den Medi­en über­aus präsent war. Das dort übliche Spiel mit Schlag­worten und Parolen wird in Ausstel­lung und Kat­a­log par­o­dierend aufge­grif­f­en. Im Bere­ich Straße“ markieren mit diesen Mit­teln gestal­tete Zeitungsauf­steller wichtige Zeit­punk­te sein­er Biogra­phie, zeigen pointierend Porträts von Pasoli­ni und brin­gen ein urbanes Ele­ment in den Ausstel­lungsraum. Wand­vit­ri­nen zeigen Mate­ri­alien, die die Über­schnei­dun­gen von Leben und Werk demon­stri­eren, wie etwa Pasoli­n­is Büch­er oder Set- Fotografien. 

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Der Besuch­er bewegt sich durch die biographis­che Straße“ auf ein Selb­st­porträt Pasoli­n­is zu, das die Mon­strösität der medi­alen Insze­nierung mit sein­er Sicht auf sich selb­st kon­trastierte. Im Ate­lier“ rück­te der Kün­stler Pasoli­ni in seinen schriftlichen Doku­menten, Zeich­nun­gen, Gemälden und Zitat­en ins Zen­trum. Um den inter­me­di­alen Schaf­fen­sprozess Pasoli­n­is zu verdeut­lichen, wur­den lit­er­arische und bild­ner­ische Pro­duk­tio­nen in ihrer Zusam­menge­hörigkeit, Gle­ichzeit­igkeit und ihren the­ma­tis­chen Übere­in­stim­mungen gezeigt.

Im Bere­ich Kino“ dynamisierte sich die Szenogra­phie raumzeitlich unter Ein­satz kün­st­lerisch­er Strate­gien: Den Besuch­er umgaben zwölf groß­for­matige Pro­jek­tions­flächen als ein schweben­der Pro­jek­tion­sraum mit axi­alem, sym­metrischem Auf­bau. Der Auf­gabe, Film in einem Muse­um auszustellen, wurde mit ein­er Videoin­stal­la­tion begeg­net, die eine Unter­suchung der Bild­sprache Pasoli­n­is in Form pro­jiziert­er Filmz­i­tate unter­nahm und als ver­räum­lichte Fil­m­analyse ent­wor­fen wurde. In einem aus Filmz­i­tat­en kom­ponierten Loop verdichtete sich so die bild­sprach­liche Qual­ität der Filme Pasolinis.

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P.P.P.

Pier Paolo Pasolini und der Tod

Pinakothek der Moderne, München

17.11.2005 - 05.02.2006

Kuratoren

Bernhart Schwenk, Michael Semff in Zusammenarbeit mit dem Filmmuseum München

Szenografie

chezweitz & roseapple, Detlef Weitz und Rose Epple mit Dominique Müller, Birgit Noij, Michael Kunter

Filminstallation

Detlef Weitz, Dominique Müller

Vitrinentische

Metall Werk Zürich AG, Fa. Glasteam, München

Medientechnik

BTL Veranstaltungstechnik GmbH Berlin

Leistung

Medieninstallation, Architektur LP 1-8, Ausstellungsgrafik, Außendarstellung, Drucksachen, Buchgestaltung

Fotos

Pinakothek der Moderne