Wege zum Frieden
Wege zum Frieden
Was ist Frieden? Wie wird er sichtbar und vor allem bewusst gelebt? Diesen Fragen geht die bildmächtige Ausstellung „Wege zum Frieden“ im LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster nach und führt künstlerische Positionen aus Friedensgesten und −symbolen in 6 verschiedenen Themenräumen zusammen. Künstler wie Peter Paul Rubens, Otto Dix oder Käthe Kollwitz lesen sich als Indikatoren der vielschichtigen Bemühungen um Frieden und beschreiben die Konstanz und den Wandel der Bildwelten vom Mittelalter bis in die Moderne.
Unter diesem kuratorischen Epigramm überführt chezweitz den überaus abstrakten Begriff Frieden in eine Farbarchitektur, die innerhalb der kubischen Architektur des Museums spannungsvolle neue Räume schafft.
Basisfarbe des Friedens sind changierende Grüntöne als Sinnbild der Hoffnung und des Garten Eden. Sie rhythmisieren die Ausstellung und tragen die Ausstellungstexte im Kontrast zu den unterschiedlichen Raumtönen. Entsprechend der thematischen Schwerpunkte wurde für jeden Raum ein Farbspektrum ausgewählt (Grün, Rot, Violett, Blau), das die jeweilige Raumstimmung transportiert. Diese Farbdramaturgie leitet die Besucher/innen durch die Ausstellung und lässt die Werke in einen einzigartigen Austausch treten.
Frieden kann seit jeher nur im Spannungsmoment zu seinem Antagonisten Krieg verstanden werden. Aus dieser Kippfigur von Krieg und Frieden generieren sich Auffaltungen von Farbwelten im Raum, welche über räumliche Schnittkanten laufen und die thematischen Räume in vielfältige Dialoge, Brechungen und Perspektiven zwischen den Werken auffächern. Die immanente Spannung des Themas Frieden wird so erlebbar und gleichzeitig gliedert diese Komposition die Narration der Ausstellung.
Da das Bemühen um Frieden bis heute ungebrochen ist, lädt der letzte Raum die Besucher/innen ein, Frieden aktiv mitzugestalten. Eine interaktive und performative Installation, entwickelt vom LWL-Museum und chezweitz mit dem Dokumentarfilmer Heiko Kalmbach, stellt partizipatorische Fragen, die aktuelle, persönliche Positionen zum friedlichen Miteinander thematisieren und die Werke der Ausstellung reflektieren.
chezweitz GmbH, museale und urbane Szenografie, Berlin Dr. Sonja Beeck, Detlef Weitz
Ines Linder, Hans Hagemeister, Anais Outurquin
chezweitz GmbH, Johannes Bögle, Dagmar Puzberg, Tabeja Cubelic, Marco Pelz
Hermann Arnhold
Judith Claus, Gerd Dethlefs
chezweitz GmbH mit Doris Wermelt, Patrick Kammann, Claudia Miklis und Heiko Kalmbach, WMT_Productions mit Freya Glomb & Antonio Cerezo, Subtext Berlin
hertzer GmbH, Berlin
PPS Imaging GmbH