chezweitz museale und urbane Szenografie

documenta.

documenta. Politik und Kunst

Deutsches Historisches Museum, Berlin
18.06.2021 – 09.01.2022

Wie wurde im Kalten Krieg mit Kun­st Poli­tik gemacht? Diese und viele weit­ere Fra­gen stellt die Wech­se­lausstel­lung im Deutschen His­torischen Muse­um Berlin und wid­met sich ab dem 16. Juni der poli­tis­chen, kul­turgeschichtlichen und gesellschaftlichen Dimen­sion der doc­u­men­ta von 1955 bis 1997. Das Kurator*innen-Team Julia Voss, Lars Bang Larsen, Alex­ia Pooth, Dorothee Wier­ling sowie Dorlis Blume als Leitung hat ein­drück­lich die Rolle der doc­u­men­ta in der poli­tis­chen Selb­st­darstel­lung der jun­gen BRD aufgear­beit­et und dabei einen Fokus auf die Verknüp­fun­gen zur NS-Zeit und auf das beson­dere Ver­hält­nis zur DDR gelegt. 
Das Büro chezweitz hat für diese span­nen­den The­men eine Szenografie ent­wor­fen, die das Lebendi­ge, Aufre­gende, aber auch den informellen Charak­ter der doc­u­men­ta nach Berlin bringt. Kun­st — Archiv — Forschung sind die Topoi, die eine het­ero­gene Exponat-Land­schaft sinnhaft gliedern und ihre Inhalte den Besucher*innen anschaulich öffnen. 

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Auf zwei Stock­w­erken zeigt sich eine Ausstel­lung, in der man in der Kun­st flanieren, aber auch einen tiefen Blick hin­ter die Kulis­sen wagen kann. Dabei wer­den die Besucher*innen von ein­er kom­plex­en, rhyth­mis­chen Archivstruk­tur geführt, die inspiri­ert ist von der leicht­en Präsen­ta­tions­form der ersten doc­u­men­ta. Sie bietet die Möglichkeit zur Mul­ti­per­spek­tive und zur Tiefen­bohrung und wird Schlüs­sel zum Ver­ständ­nis der aus­gewählten Kunst­werke sowie des poli­tis­chen Charak­ters der documenta. 

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Die Kunst­werke wer­den als kün­st­lerische Arbeit­en (Arte­fak­te) und gle­ichzeit­ig als his­torische Doku­mente (Quellen) für die spez­i­fis­che poli­tis­che Aus­sage gezeigt. Auf Grund dieser wichti­gen Dop­pel­funk­tion sind sie auf sin­guläre Wand­scheiben platziert. Sie kön­nen so als Kunst­werke wirken, treten den­noch in einen Dia­log zur Archivebene und rah­men die Archiva­lien mit ihren zahlre­ichen Doku­menten, Fil­men, Plakat­en und Oral-His­to­ry-Inter­views. Zum Zeit­punkt der Ausstel­lung nicht ver­füg­bare Bild­w­erke wer­den in raum­greifend­en Repro­grafien his­torisch­er Auf­nah­men insze­niert – sie repro­duzieren die doc­u­men­ta als Sit­u­a­tion und nicht nur das Exponat als Rep­lik. 
Es war eine wichtige Auf­gabe der Szenografie, die visuell erleb­baren Aus­sagen deut­lich zu platzieren und inhaltliche Verknüp­fun­gen zwis­chen den Archivstruk­turen und den bedeu­ten­den Bild­w­erken und Skulp­turen her­auszuar­beit­en. Durch Wege­führun­gen und Blick­ach­sen entste­hen direk­te Zusam­men­hänge zwis­chen den Exponaten.

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Kon­sti­tu­ierend für die gesamte Szenografie ist die Syn­these der räum­lichen Struk­tur und der kom­plex­en Ausstel­lungs­grafik. Sie ist in kon­se­quenter Sys­tem­atik (Raster) aufge­baut – abgeleit­et von den his­torischen Ausstel­lungsplakat­en – und kann somit die unter­schiedlichen Ebe­nen inte­gri­eren: Archiv, Kinder­spur, Inklu­sion­se­le­mente u.a.

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Szenografie
chezweitz GmbH, museale und urbane Szenografie, Berlin
Dr. Sonja Beeck, Detlef Weitz, 
Hans Hagemeister, Ines Linder, Elias Eichhorn
Ausstellungsgrafik
chezweitz GmbH, Johannes Bögle, Lisa Pflästerer, Anja Rausch, Carlotta Markötter, Danielle Gringmuth
Präsident des DHM
Prof. Dr. Raphael Gross
Abteilungsdirektorin Ausstellungen
Ulrike Kretzschmar
Projektleitung DHM
Dorlis Blume
Kuratoren
Lars Bang Larsen, Julia Voss, Dorothee Wierling
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Alexia Pooth
Projektassistentin
Juschka Marie von Rüden
Mediengestaltung/-technik
Mirko Kubein
Medieninstallation
Eidotech GmbH, Berlin
Grafikproduktion
Digidax, Potsdam
Ausstellungsaufbau/Werkstätten
Nicholas Kaloplastos (Leitung DHM) mit Jens Albert, Stefan Thimm und Team
Objektmontage
Abrell & van den Berg – Ausstellungsservice GbR, Berlin
Bildung und Vermittlung
Brigitte Vogel-Janotta (Leitung), Sebastian Herbst
Fotos
Gregor Baron