Inventing Queer Cinema
Inventing Queer Cinema
Mit »Inventing Queer Cinema« startet die Deutsche Kinemathek ihre erste große Sonderausstellung im Berliner E‑Werk – und eröffnet zugleich ein neues Kapitel zur queeren Filmkultur. Es ist uns eine wirklich große Freude, diesen wichtigen Beitrag der Filmgeschichte gemeinsam mit dem Kurator Björn Koll und dem Team der Kinemathek an diesem Ort in Szene setzen zu dürfen.
Im Mittelpunkt stehen Filme und Filmschaffende, die seit den 1970er-Jahren das queere Kino in Deutschland geprägt und immer wieder neu erfunden haben. Ein besonderer Fokus liegt auf Berlin als international renommiertem und rezipiertem Ort queerer Film- und schillernder Subkultur. Sie zeigt aber auch in der Breite Erfolge, Rückschläge und den Einfluss der queeren Filmkultur auf gesellschaftliche Entwicklungen und den Mainstream.
Die Sonderausstellung nutzt erstmals das historische, denkmalgeschützte Schaltwerk und aber auch die gesamte Halle des E‑Werks und macht beides als zusammenhängenden Raum erfahrbar, der bewusst in Höhe und Tiefe erweitert wird. Die Idee von Offenheit, Leichtfüßigkeit und Veränderung prägt die Gestaltung: Das Schaltwerk versteht sich als begehbare Schatzkammer des Filmschaffens – informell, improvisiert und spontan mit leichten, ephemeren Materialien öffnet sich ein dynamischer, lebendiger Raum, der Nähe und Erinnerungen zulässt.
Filmgeschichte und die Geschichten ihrer Akteur*innen werden in der Halle nicht linear erzählt, sondern in einer offenen, kaleidoskopischen Struktur erfahrbar gemacht. Es gibt viel zu entdecken und zu erforschen oder man stellt sich einfach mitten in die Halle und lässt sich berauschen.
Die Ausstellung nutzt einmal mehr die flexible Sitzlandschaft, die bereits für die Eröffnungsausstellung »Screentime« entwickelt wurde und die Berlinale-Besucher*innen begeisterte. Für »Inventing Queer Cinema« wird sie nicht nur wiederverwendet, sondern gezielt weiterentwickelt – im Sinne einer nachhaltigen Langzeitstrategie. So passt sie sich neuen Anforderungen an und unterstützt zugleich den experimentellen, leichtfüßigen Charakter der Inszenierung.
Begleitet wird die Ausstellung natürlich von einer Filmreihe und einem Rahmenprogramm.