chezweitz museale und urbane Szenografie

Lesen im Stadtteil

Lesen im Stadtteil –
Intervention im öffentlichen Raum Südliche Friedrichstraße Berlin

Intervention im öffentlichen Raum Südliche Friedrichstraße Berlin

Baugruppe Frizz GbR
11.10.2014

Tem­porär heißt zeitweise. Tem­poräre Baut­en kom­men meist zeitlich begren­zt daher und sind Vor­boten eines kom­menden, hof­fentlich lan­glebi­gen Baus. Wenn der Bau in sein­er Idee ste­ht, dafür aber noch die Inhalte gesucht wer­den, kön­nen tem­poräre, leichte Kon­stel­la­tio­nen ein Nach­denken über diese Inhalte befördern helfen. 

Für das neue Gebäude der ersten deutschen Gewer­be­bau­gruppe Frizz23 hat chezweitz eine solche tem­poräre Schirmkon­stel­la­tion entwick­elt, das einem Diskus­sions­fo­rum für die weit­ere Entwick­lung des Stan­dortes und sein­er auch sozialen Ver­ankerung im Stadt­teil diente. Mit dem Leseschir­m­dach“ wurde ein­er Idee exem­plar­isch Raum gegeben: ein­er möglichen Bib­lio­thek. Bib­lio­theken sind nicht allein ruhige Räume der Abgeschieden­heit, sie sind Spiel­wiesen, Hausauf­gabenorte, Infor­ma­tion­squellen, kurz: leb­hafte Tre­ff­punk­te ein­er Nach­barschaft. Deshalb waren zu diesem Leseschirm­fest“ alle Nach­barn der südlichen Friedrich­straße, aber vor allem Kinder und Jugendliche aus dem Quarti­er ein­ge­laden, alten und neuen Geschicht­en vom Bauen und Leben in der Stadt zu lauschen, aber auch zu disku­tieren, was und wie eine ide­ale Bib­lio­thek sein kön­nte. Die 56 bun­ten Schirme, vier große weiße Son­nen­schirme und 20 rote Wasserkanis­ter haben einen ersten, tem­porären Ein­druck eines solchen nach­barschaftlichen Forums geboten.

Lesen im Stadtteil

Eine Intervention im öffentlichen Raum auf dem Gelände des ehemaligen Blumengroßmarkts - Berlin 11.10.2014

Auftraggeber

Baugruppe Frizz23 GbR

Szenografie und Bau

chezweitz GmbH: Sonja Beeck und Detlef Weitz mit Lisa-Maria Groß, Fin Morten Ohlsen

Illustration

Andree Volkmann

Fotos

Fin Morten Ohlsen